Demo gegen „Henker“ in Schöneweide

„Was zu viel ist, ist zu viel- 3 Jahre Nazi-Kneipe „Zum Henker“ – 3 Jahre zu viel“
Nazinetzwerke aufdecken und zerschlagen

Für Freitag, 02.03. um 18 Uhr planen antifaschistische Gruppen unter diesem Motto eine Demonstration
(Treffpunkt Bahnhof Schöneweide).

„Am 28. Februar feiert die Nazikneipe „Zum Henker“ in Berlin-Schöneweide ihr dreijähriges Bestehen. Während die öffentliche Debatte um die Naziterrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) langsam wieder abnimmt, bauen die Nazis rund um den „NW-Berlin“ ihre Strukturen auch in Berlin-Schöneweide weiter relativ ungestört aus. Mittlerweile verfügt die militanten Naziszene über mehr als sieben Locations im Kiez rund um den S-Bahnhof Schöneweide und der Brückenstraße. Dadurch hat sich diese Region zu einem Haupttätigkeitsfeld der Nazis entwickelt. Zahlreiche Übergriffe waren die Folge.

Wir wollen das mit dem Wegschauen und Einfach-Geschehen-Lassen Schluss ist! Die Berliner Neonaziszene von freien Kameradschaften, rechten Rockern und NPD haben sich ein Netzwerk in Schöneweide eingerichtet. Es gilt dieses offen zu legen und sich diesem durch antifaschistische und antirassistische Positionierung und Präsenz auf allen Ebenen entgegen zu stellen. Hinter jedem Laden stehen Verantwortliche, Vermieter_innen, Besitzer_innen, Versicherungen, Zulieferer_innen und Mitarbeiter_innen diese müssen aus der Anonymität gezogen werden. Es muss klar sein, dass national-befreite Zonen in Schöneweide nicht geduldet werden. Braune Netzwerke in Schöneweide und überall aufdecken! Solidarität mit allen von Rassismus und Neonaziterror Betroffenen!“

(weitere Ausführungen des Aufrufs hier: http://www.antifa-berlin.info/auf-die-pelle-ruecken/artikel/39-treptow-koepenick/103-aufruf-was-zuviel-ist-ist-zuviel.html)

Auch das „Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick“ ruft zur Teilnahme auf.

In seiner Erklärung vom 21.02.2012 heißt es:
„Demokratie und Toleranz vertragen sich nicht mit Treffpunkten von Neonazis, in denen „Bombenholocaustfeiern“ geplant werden, wie kürzlich am 14.01.2012. Wir wollen, dass sich jeder Mensch jederzeit angstfrei in Schöneweide bewegen kann, auch in der Brückenstrße und nicht mit „Sieg Heil“ begrüßt wird, wie es gerade erst am 14.02. einer britischen Journalistin passiert ist. Wir rufen auf, sich zahlreich am 02. März, 18 Uhr zu versammeln und von dort in einem bunten und lauten Protest-Marsch durch Schöneweide mit zu laufen. 3 Jahre „Zum Henker“ – kein Grund zum Feiern!“