Rassistische Propaganda in Johannisthal

Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick:

AUFRUF zum Entfernen rassistischer Propaganda in Johannisthal

Pressemitteilung – Berlin, den 26.07.2012

„Wir sind wieder da!“ und „Der Führer lebt!“ Auf diese Slogans zusammen mit mindestens 15 großen Hakenkreuzen stieß ein Passant am frühen Sonntagmorgen in Berlin-Johannisthal. Nun wurden im gesamten Wohngebiet in Süd-Johannisthal über 50 Plakate der NPD geklebt, die gegen Sozialausgaben für „Ausländer“ hetzen. Weitere Hunderte Aufkleber verunstalten außerdem erneut das Stadtbild. Wie schon Anfang Juni will das Bündnis für Demokratie in Treptow-Köpenick nicht zulassen, dass Johannisthal als Zone von Nazis rund um die NPD daher kommt.

Deswegen werden alle Demokratinnen und Demokraten aufgerufen, sich erneut an einem Kiezspaziergang zu beteiligen. Gemeinsam soll in einer Putzaktion Süd-Johannisthal von den unzähligen Aufklebern und Plakaten befreit werden.

Am Mittwoch, dem 01. August 2012, treffen sich Engagierte um 18:00 Uhr an der Bushaltestelle Lindhorstweg in Johannisthal (M11 und 160, Sterndamm Ecke Lindhorstweg),

um auf die großflächigen Klebereien zu reagieren.

Yves Müller, Mitarbeiter im Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick, erklärt: „Bereits im Juni fand ein Kiezspaziergang zum Entfernen von rassistischer Propaganda statt, nachdem eine Gruppe junger Leute, die Naziaufkleber abreißen wollten, durch die Straßen gehetzt wurde. Als Reaktion solidarisierte sich der Bürgermeister mit Dutzenden Menschen, die die menschenverachtenden Plakate und Aufkleber entfernten. Auch die neuerliche Provokation der Rechten wird zum Anlass genommen, ein Zeichen gegen Rassismus und Neonazismus zu setzen. “

Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, ergänzt: „Ich freue mich, dass trotz erneuter Provokationen und Propaganda-Aktionen der Neonazis auch diesmal ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis in Johannisthal auf die Vorfälle reagieren wird. Nach den über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim Kiezspaziergang am 08. Juni hoffe ich auch diesmal auf ein klares Signal aus dem Ortsteil. Wir in Treptow-Köpenick stehen solidarisch zusammen und setzen uns für einen demokratischen und weltoffenen Bezirk ein. Hetze gegen so genannte Fremde werden wir hier nicht zu lassen und Hakenkreuze haben hier erst recht nichts zu suchen.“

Fotografien, die die rechten Schmierereien und die Propaganda dokumentieren, sind auf Nachfrage erhältlich.

Weitere Informationen:

Yves Müller, Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick (ZfD)

E-Mail: zfdtk@t-online.de | Tel.: 030/ 65 48 72 93 | www.zentrum-für-demokratie.de