Erneute Angriffe in Schöneweide

Letzte Nacht war in Schöneweide einiges los. Angehörige der Rechten Szene trafen sich in Oberschöneweide zu einer nicht angemeldeten Versammlung. Etwas später wurde ein Jugendlicher in Niederschöneweide verfolgt und bedroht. Er fand Hilfe in einem Döner-Imbiss. Nun erreichte uns gerade eine weitere Meldung der vergangenen Nacht aus anonymer Quelle:

„Hallo,

in der Nacht war ja einiges in Schönew
eide los, neben den Herrschaften aus dem Henker, turnten auch die Herrschaften aus dem Eisenbahner ordentlich durch die Gegend.
Gegen 05:40 Uhr liefen ein Amerikaner und ein Schwarzer am Eisenbahner entlang. Der Amerikaner wohnt scheinbar im Kiez und gab seinem Freund eine Tour in Sachen Nazikneipen. Sie standen also kurz vor der Kneipe, als schon die ersten kräftigen Herren heraus kamen und den Schwarzen mit Kippen bewarfen.
„Nimm mal den Neger da weg, der versperrt das Licht“ sprachen sie dabei. Der Amerikaner lachte und klopfte dem Sprücheklopfer auf die Schulter, woraufhin dieser meinte „Fass mich nicht an, du Negerfreund. Mit Negerfreunden rede ich nicht.“ Die restlichen Gäste des Eisenbahner stürmten nun heraus und bewarfen den Schwarzen mit Gläsern und einem Aschenbecher, woraufhin beide über die Straße in den dortigen Kiosk flüchteten.
Dort hatten sie auch vorerst ruhig, weil die Kneipengäste sich nun untereinander prügelten. Anwohner riefen dafür die Polizei und Feuerwehr, weil mehrere Kneipengäste auf einen einschlugen, nicht mehr abließen und dieser Bewusstlos zu Boden ging. Nachdem der schwer verletzte Mann abtransportiert war, waren auch die Polizei und Feuerwehrwagen weg, sodass die Kneipengäste wieder freie Sicht auf den Kiosk hatten, wo der Amerikaner und Schwarze noch immer saßen und etwas tranken.
Ein bulliger Kneipengast sprach daraufhin zu seinen Freunden „Da ist ja unser Opfer. Scheiße, ich hätte den mal nach hinten ziehen sollen, als es noch dunkel war“ (Nach hinten = Auf den Hof vom Gebäude, in dem sich der Eisenbahner befindet). Kaum hatte er es ausgesprochen, lief er auch bereits im Eiltempo rüber, baute sich bedrohlich vor dem Schwarzen auf, versperrte ihm den Weg. Immer wieder zog er dem Mann an den Ohren, schlug ihm leicht auf die Backe und machte Affengeräusche.
Einige andere Kneipengäste gingen ebenfalls mit rüber und schauten amüsiert zu. Einzig eine Frau, vermutlich die Freundin des bulligen Typen, versuchte ihn abzuhalten „Lass ihn in Ruhe, er hat uns doch überhaupt nichts getan“ – sie geriet daraufhin mit ihrem Freund in Streit, weshalb die anderen beiden Männer die Ablenkung nutzen konnten und gingen.
Die Gäste des Eisenbahner zeigen zur Zeit immer wieder ihre Gesinnung, in dem sie Leute, die „anders“ aussehen, anpöbeln und bedrohen. so werden häufig Leuten, die ausländisch oder wie Punks aussehen, mal Bierflaschen hinterher geworfen (notfalls auch bis auf die andere Straßenseite) oder ihnen wird gänzlich hinterher gerannt. Das musste man in den letzten Wochen leider sehr häufig beobachten.“