Aufruf

aufruf

Kuh auf der Fête de la musique

fdlm

Die Fête mit der KUH! – „Schöner Weiden ohne Nazis“ auf dem Rathenauplatz bei der Fête de la Musique in Schöneweide!

Uffmucken – Konzert in Schöneweide

uffmucken

Symbolische Straßenumbenennung

karl

Um 14:00 benannte „UFFmucken“ – ein Aktionsbündnis gegen Nazistrukturen in Schöneweide – die BRÜCKENSTRASSE symbolisch um in: „Karl-Elgaß-Straße“ (Kommunist, Sozialdemokrat und Antifaschist, der in der Brückenstraße wohnte).

Aktion gegen Nazi-Propaganda

50 Menschen entfernen Nazi-Propaganda in Johannisthal – Nazis nach versuchtem Angriff von Polizei aufgegriffen

Pressemitteilung
Berlin, den 08.06.2012

Treptow-Köpenick hat mit einem starken Zeichen auf den Nazi-Angriff von letzter Woche r
eagiert. Über 50 Menschen folgten dem kurzfristigen Aufruf vom Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick und des Bezirksamtes in Gestalt von Bezirksbürgermeister Oliver Igel. Außerdem waren das Zentrum für Demokratie und das Jugendbündnis Uffmucken beteiligt. So zogen dann jung und alt, AnwohnerInnen und Aktive aus anderen Ortsteilen gemeinsam durch das Wohngebiet zwischen Lindhorstweg, Springbornstraße und Sterndamm.

Dabei wiederholte sich der Angriff von letzter Woche, der Ausgangspunkt für den gemeinsamen Kiezspaziergang war. Am 29. Mai 2012 wurden zwei Jugendlichen angegriffen, als sie Nazi-Sticker entfernten. Anführer des Nazi-Trupps war Julian B.. Und auch am heutigen 08. Juni 2012 ließ er sich wieder blicken. Zusammen mit zwei anderen Neonazis näherte er sich einer Gruppe von vier Engagierten hinterrücks, die gerade große Plakate von Stromkästen entfernten. Sie wurden geschubst und als „Scheiß Kommunisten“ beschimpft. Später näherten sich die Neonazis weiteren Menschen an und bewaffneten sich mit Steinen. Bevor sie in Aktion treten konnten, schritt die Polizei ein und nahm die Personalien auf. Ganz deutlich wurde aber, dass Johannisthal für AntifaschistInnen ein unsicheres Gebiet ist und gewaltbereite Neonazis hier ihren Aktionsschwerpunkt sehen, neben Schöneweide.

Schon am Beginn des Spaziergangs, der vom Bezirksbürgermeister Oliver Igel, dem Integrationsbeauftragten Sven Schmohl, anderen PolitikerInnen aus Land und Bezirk sowie dem Pfarrer Pritzkau vom Gemeindezentrum Johannisthal eröffnet wurde, gab es erste Provokationen. Zwei Neonazis vor dem Lokal „Sturm-Ecke“ riefen „Hier regiert der Nationale Widerstand!“, homophobe Beleidigungen und andere Parolen. Auch von ihnen wurden, nach einer Anzeige, die Personalien aufgenommen.

Trotz dieser Einschüchterungs- und der Angriffsversuche haben sich die 50 Aufkleber-EntfernerInnen nicht von ihrem Vorhaben abbringen lassen. Johannisthal wurde von einer Unmenge an Nazi-Propaganda befreit. Der Spaziergang wird nicht die letzte Aktion in Johannisthal sein. Viele Kontakte wurden geknüpft und bereits erste Veranstaltungsideen entwickelt.

Für den 9. Juni soll die NPD eine Gegenkundgebung gegen das Fest für Demokratie und das Konzert Uffmucken in Schöneweide angemeldet haben. Die Veranstaltung soll von 18 bis 20 Uhr in der Schnellerstraße stattfinden und befindet sich damit auf dem Weg zwischen Fest für Demokratie und Konzert. Die Neonazis versuchen mit ihrer Anmeldung den Ortsteil Schöneweide für sich zu proklamieren. Nicht nur, aber auch deswegen, sind die Aktivitäten des Bündnisses für Demokratie Treptow-Köpenick und des Projekts Uffmucken in Schöneweide und Johannisthal genau richtig. Verschiedene Bündnisse und Initiativen werden die Versuche der Neonazis die Ortsteile für sich zu beanspruchen, nicht dulden, sondern entschieden und gemeinsam dagegen vorgehen. Dem Spaziergang heute und den beiden Veranstaltungen am 9.6. werden weitere Aktivitäten folgen.

Weitere Informationen:

Kati Becker oder Yves Müller, Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick (ZfD)
E-Mail: zfdtk@t-online.de | Tel.: 030/ 65 48 72 93 | www.zentrum-für-demokratie.de

Neonazi- Angriff in Johannisthal

Neonazis greifen junge Linke in Berlin-Johannisthal an
Engagierte im Bezirk lassen sich nicht einschüchtern

Pressemitteilung
Berlin, den 01.06.2012

Am späten Nachmittag des 29. Mai 2012 attackierten Neonazis in der Springbornstraße im Treptow-Köpenicker Ortsteil Johannisthal junge Linke, die rassistische NPD-Plakate und –Aufkleber entfernten, die hundertfach von Neonazis im Neubaugebiet rund um die Springbornstraße verklebt wurden.

Zunächst beleidigte und bedrohte ein Mann in rotem NPD-T-Shirt, die Betroffenen. Kurze Zeit später kam er mit zwei weiteren Männern, die die Betroffenen auf Fahrrädern verfolgten, zurück. Ohne Vorwarnung warf der Mann in NPD-Shirt eine Glasflasche auf die Gruppe der Engagierten. Dabei rief er wiederholt neonazistische Parolen, bedrohte die Angegriffenen und verfolgte diese über mehrere Hundert Meter.
Erst nach 1,5 Kilometern Verfolgungsjagd per Fahrrad konnten sich die Flüchtenden verstecken. Sie blieben körperlich unverletzt, waren aber schockiert.

Seit Monaten verkleben Neonazis der NPD in Johannisthal und Schöneweide regelmäßig rassistische Aufkleber und Plakate. Die Ortsteile sind seit vielen Jahren Hochburgen der Berliner Neonaziszene.

Kati Becker, Mitarbeiterin im Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick, erklärt: „Das Problem ist nicht neu. Wer sich hier zivilgesellschaftlich oder antifaschistisch engagiert, engt die Räume der Neonazis ein. Das gefällt diesen natürlich gar nicht. Dass Menschen am helllichten Tage von Neonazis gejagt werden, weil sie NPD-Propaganda entfernen, ist ein nicht hinnehmbarer Zustand.“

Helga Seyb, Mitarbeiterin der Opferberatungsstelle ReachOut, ergänzt: „Dieser Vorfall zeigt, dass Johannisthal und Schöneweide für Menschen, die nicht in die rassistische und menschenverachtende Ideologie der Rechten passen, immer noch ‚Angsträume‘ ist. Solche Vorfälle können mitten in der Stadt auch passieren, weil sich Umstehende zu selten einmischen und die Opfer nicht unterstützen, indem sie zum Beispiel Hilfe holen.“

Ein Zeichen gegen Vorfälle wie diesen möchten das Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick und der Bezirksbürgermeister Oliver Igel mit dem „Fest für Demokratie und Toleranz, gegen Angsträume“ (www.demokratie-tk.de) am Bahnhof Schöneweide am 09. Juni setzen. Am selben Abend findet das Konzert „Uffmucken – Konzert für alternative Jugendkultur und gegen Nazi-Strukturen in Schöneweide“ (www.uffmucken-schoeneweide.de) statt.

Weitere Informationen:

Kati Becker oder Yves Müller, Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick (ZfD)

E-Mail: zfdtk@t-online.de | Tel.: 030/ 65 48 72 93 | www.zentrum-für-demokratie.de

Was ist Deutsch?!

Berliner Tatorte

Berliner Tatorte
Dokumente rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

Ausstellungseröffnung! Montag, 26.03.2012 um 18:30 Uhr

Seit 2002 dokumentiert „ReachOut – Opferberatung und Bildung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus“ gewalttätige Angriffe mit rechtem, rassistischem und antisemitischem Hintergrund in einer berlinweiten „Chronik“. Jörg Möller fotografiert diese Tatorte. Die Fotos der Tatorte lassen die Angst und die Schmerzen der Opfer ebenso wenig erkennen wie einen konkreten Tathergang. Gegenübergestellt mit den Meldungen aus der Chronik entsteht das mögliche Szenario ausschließlich in der Phantasie der Betrachter_innen. Wir sehen in jeder dieser Schwarz/Weiß-Fotografien Orte unseres Alltags. Wir wissen aber, dass es Tatorte sind, die wir sehen. Hier geschah Unmenschliches und kann jederzeit wieder geschehen.
Die Ausstellung ist ein Appell, nicht wegzuschauen, sich einzumischen und Hilfe zu holen, wenn Andere bedroht und angegriffen werden – auch und gerade an den uns so vertrauten Orten, an denen Vielen das Recht abgesprochen wird, sich dort aufzuhalten und ihren Alltag zu leben. Die Opfer haben Anspruch auf unseren Respekt und unsere Unterstützung.

Die Ausstellungseröffnung findet im Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick (ZfD) beim Michael-Brückner-Haus statt.
Michael-Brückner-Str. 1/ Spreestraße, direkt gegenüber S-Bhf. Schöneweide

Die Ausstellung „Berliner Tatorte – Dokumente rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“ kann bis zum 25. Mai kann montags bis donnerstags (11-16 Uhr) sowie nach Voranmeldung besichtigt werden.

Hinweis: Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die Organisationen der extremen Rechten angehören, der Szene der extremen Rechten zuzuordnen sind, oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser zu verweisen.

Laden von NPD-Chef durchsucht

Hausdurchsuchungen bei Berliner Nazis
Laden von NPD-Chef durchsucht

Sebastian Schmidtke, der Berliner NPD-Chef, soll hinter der Hetz-Website des „Nationalen Widerstandes Berlin“ stecken. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. (…)

http://taz.de/Hausdurchsuchungen-bei-Berliner-Nazis/!90257/

Demo gegen „Henker“ in Schöneweide

„Was zu viel ist, ist zu viel- 3 Jahre Nazi-Kneipe „Zum Henker“ – 3 Jahre zu viel“
Nazinetzwerke aufdecken und zerschlagen

Für Freitag, 02.03. um 18 Uhr planen antifaschistische Gruppen unter diesem Motto eine Demonstration
(Treffpunkt Bahnhof Schöneweide).

„Am 28. Februar feiert die Nazikneipe „Zum Henker“ in Berlin-Schöneweide ihr dreijähriges Bestehen. Während die öffentliche Debatte um die Naziterrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) langsam wieder abnimmt, bauen die Nazis rund um den „NW-Berlin“ ihre Strukturen auch in Berlin-Schöneweide weiter relativ ungestört aus. Mittlerweile verfügt die militanten Naziszene über mehr als sieben Locations im Kiez rund um den S-Bahnhof Schöneweide und der Brückenstraße. Dadurch hat sich diese Region zu einem Haupttätigkeitsfeld der Nazis entwickelt. Zahlreiche Übergriffe waren die Folge.

Wir wollen das mit dem Wegschauen und Einfach-Geschehen-Lassen Schluss ist! Die Berliner Neonaziszene von freien Kameradschaften, rechten Rockern und NPD haben sich ein Netzwerk in Schöneweide eingerichtet. Es gilt dieses offen zu legen und sich diesem durch antifaschistische und antirassistische Positionierung und Präsenz auf allen Ebenen entgegen zu stellen. Hinter jedem Laden stehen Verantwortliche, Vermieter_innen, Besitzer_innen, Versicherungen, Zulieferer_innen und Mitarbeiter_innen diese müssen aus der Anonymität gezogen werden. Es muss klar sein, dass national-befreite Zonen in Schöneweide nicht geduldet werden. Braune Netzwerke in Schöneweide und überall aufdecken! Solidarität mit allen von Rassismus und Neonaziterror Betroffenen!“

(weitere Ausführungen des Aufrufs hier: http://www.antifa-berlin.info/auf-die-pelle-ruecken/artikel/39-treptow-koepenick/103-aufruf-was-zuviel-ist-ist-zuviel.html)

Auch das „Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick“ ruft zur Teilnahme auf.

In seiner Erklärung vom 21.02.2012 heißt es:
„Demokratie und Toleranz vertragen sich nicht mit Treffpunkten von Neonazis, in denen „Bombenholocaustfeiern“ geplant werden, wie kürzlich am 14.01.2012. Wir wollen, dass sich jeder Mensch jederzeit angstfrei in Schöneweide bewegen kann, auch in der Brückenstrße und nicht mit „Sieg Heil“ begrüßt wird, wie es gerade erst am 14.02. einer britischen Journalistin passiert ist. Wir rufen auf, sich zahlreich am 02. März, 18 Uhr zu versammeln und von dort in einem bunten und lauten Protest-Marsch durch Schöneweide mit zu laufen. 3 Jahre „Zum Henker“ – kein Grund zum Feiern!“